Palästina

Das Palästinensische Volk

Die Palästinenser sind die Menschen aus dem Gebiet von Palästina (dem Land der Philister). Das palästinensische Volk gehört zu der arabischen Nation. In diesem Gebiet haben sich Araber mit anderen Menschen aus den biblischen Amoritern, Kanaanitern, Philistern (= Palästinenser) und auch griechischen, römischen, byzantinischen und vereinzelt auch jüdischen Volkssplittern vermischt. Später kamen auch christliche Kreuzfahrer aus Europa und schließlich auch  Türken hinzu. Die Sprache der Palästinenser ist arabisch.

Während der 4 500 Jahre langen Geschichte war das Gebiet entlang der Mittelmeerküste ein Durchgangsland von großer strategischer Bedeutung. Dieses Gebiet war Ziel vieler große Mächte wie die ägyptischen, die assyrischen, babylonischen und persischen Großreichen, das Weltreich Alexanders d. Gr., zunächst die Ptolemäer, dann die Seleukiden, das Römische Weltreich, Ostrom (Byzanz), die Kalifen von Bagdad, die Abaasiden-, Fatimiden- und EjjubidenKalifaten Ägyptens, die Seldschuken und Mamelucken und schließlich 400 Jahre lang  Provinz des Osmanischen Reichs (bis 1918).

In diesem Auf und Ab großer Reiche, dem Kommen und Gehen fremder Herrscher, nimmt sich die kurze Zeitspanne eines selbständigen Staates zwischen ca. 1000 - 722 v. Chr. nur wie eine kurze Episode aus. Zwar blieb der jüdische Staatsverband, mit Unterbrechungen und in wechselnder Größe, noch bis ins 1. Jh. n. Chr. erhalten, ehe er von den Römern von der Landkarte getilgt wurde. Zurück blieben die Nachkommen der vorwiegend semitischen Urbevölkerung, die im Laufe von mehr als 2 Jahrtausenden viele fremde Blutströme in sich aufgenommen hatten, die dann ein halbes Jahrtausend später in dem arabischen Kultur - und Sprachkreis aufgehen sollten, dem sich das palästinensische Volk noch heute zugehörig fühlt.

Nahezu 19 Jahrhunderte weist die Siedlungsgeschichte Palästinas dann keine wesentlichen Veränderungen auf.

Erst als Ende des 19. Jahrhunderts eine jüdische Gruppe die Wiederansiedlung von Juden in Palästina forderte, mit dem Ziel, dort einen jüdischen Staat neu zu errichten, veränderte sich die Situation in Palästina von Grund auf.

1897 organisierte Theodor Herzl den 1. Zionistenkongress in Basel mit dem Ziel, durch eine weltweite jüdische Bewegung "die Rückkehr der Juden in ihr Land und in ihm die Wiederbelebung des jüdischen nationalen Lebens -gesellschaftlich, kulturell, wirtschaftlich und politisch - durchzuführen".

Zwar waren schon seit der Mitte des 19. Jh. einige jüdische Siedlungen in Palästina errichtet worden, doch die erste systematisch gesteuerte Einwanderungswelle setzte erst 1904 ein; sie dauerte bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. 1914 lebten 85000 Juden in Palästina- zunächst noch friedlich neben ihren ca. 700 000 arabischen Nachbarn.

1916 war für England ein Jahr militärischer Rückschläge. ln London wollte man die USA unbedingt dazu bewegen, an der Seite der Entente-Mächte in den Krieg einzutreten. Ein Mittel dazu sollte eine Zusage an die zionistischen Forderungen in Palästina sein, da man dadurch das politisch engagierte Weltjudentum, vor allem aber die höchst einflussreichen Juden in den USA für sich gewinnen konnte. Die Verhandlungen kamen in Gang, die USA traten im April 1917 in den Krieg ein und am 2.11.1917 erklärte der britische Außenminister Lord Balfour in einem Brief an den britischen Zionistenführer Rothschild. Balfour-Deklaration 

UN-Resolution 3379 vom 10. November 1975

Eine von 5 Resolutionen, verbunden mit dem "Jahrzehnt für Aktionen zur Bekämpfung des Rassismus und rassistischer Diskriminierung".

Wiederholt ihre Resolution 1904 vom 20. November 1963 und proklamiert die Erklärung der UNO über die Abschaffung aller rassistischer Diskriminierung, insbesondere stellt sie fest, dass jede Lehre über rassistische Differenzierung und Überlegenheit, wissenschaftlich falsch, moralisch verwerflich, sozial ungerecht und gefährlich sei, und gibt ihrer Besorgnis Ausdruck über die in einigen Gebieten der Welt noch immer deutlich sichtbare rassistische Diskriminierung, ausgeführt durch bestimmte Regierungen mit Hilfe ihrer Gesetzgebung, Verwaltung oder anderer Maßnahmen.

. . .sie beschließt, dass der Zionismus eine Form des Rassismus und rassistischer Diskriminierung ist.

Abstimmung: dafür 75, dagegen 33, Enthaltungen 32.

13. November 1974

"Warum soll ich nicht träumen und hoffen, Herr Präsident, die Revolution ist zugleich Schöpfung und Verwirklichung von Träumen und Hoffnungen. Lasst uns Traum und Hoffnung miteinander verwirklichen, dass ich mit meinem Volk aus der Verbannung zurückkehren kann und wir gemeinsam mit diesem jüdischen Kämpfer und seinen Kameraden, gemeinsam mit diesem christlichen Erzbischof und seinen Brüdern in ein und demselben demokratischen progressiven Staat, in dem Christ, Jude und Moslem unter gleichen Rechten, in Gerechtigkeit und Brüderlichkeit miteinander leben können.

Herr Präsident heute kam ich zu Euch, in einer Hand den Ölzweig (Symbol für Frieden) und in der anderen Hand das Gewehr der Revolution, lasst den grünen Zweig nicht aus meiner Hand fallen. . .lasst den grünen Zweig nicht aus meiner Hand fallen. . .lasst den grünen Zweig nicht aus meiner Hand fallen! (Starker Applaus)

Herr Präsident, von Palästina flammt der Krieg auf und von Palästina aus nimmt der Frieden seinen Anfang. Danke". (Starker und lang anhaltender Applaus)


Mehr Infos:

Zurück zur Übersicht

Zurück zur Startseite