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1882
Beginn einer Auswanderungswelle von Juden aus Osteuropa in das unter osmanischer Herrschaft stehende Palästina
1897
Erster Zionistenkongress in Basel. Der Begründer der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl sagte dort, der von ihm im Jahr zuvor in seiner Schrift geforderte Judenstaat werde in weniger als 50 Jahren existieren
1903
Die britische Regierung bietet den Zionisten Uganda als Siedlungsort an
1917
"Balfour-Deklaration". Zustimmung Großbritanniens zur "Errichtung einer nationalen Heimstätte" für die Juden in Palästina
1920
Konferenz der Entente-Staaten in San Remo. Übertragung des Mandats über Palästina an Großbritannien
1939
Beginn des Zweiten Weltkriegs. Eine Welle jüdischer Einwanderer versucht, illegal nach Palästina zu gelangen
1946
In Palästina beginnen jüdische Untergrundorganisationen mit Terroranschlägen gegen Großbritannien den Kampf um einen jüdischen Staat
1947
Resolution 181 der 2. UNO-Vollversammlung über die Beendigung des britischen Mandats und die Teilung Palästinas in ein jüdischen und ein arabischen Staat. "Siehe dazu die Landkarte"
Eine schicksalhafte Abstimmung
1948
Gründung des Staates Israel und Beginn des ersten Nahostkrieges. 750 000 Palästinenser waren aus ihren Städten und Dörfern vertrieben worden
1956
Israelischer Überfall auf Ägypten (Sinai). Beginn des zweiten Nahostkrieges (Suezkrieg) unter Teilnahme Großbritanniens und Frankreichs
1964
1. Palästinensischer Nationalkongress in Jerusalem. Gründung der palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) unter der Führung von Yasser Arafat
1967
Dritter Nahostkrieg (Sechs-Tage-Krieg). Israelische Okkupation des Westjordanlandes, des Gaza-Streifens, Ostjerusalem, der Golan-Höhen und des Sinai. Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates mit Grundsätzen für eine friedliche Regelung des Nahostkonflikts
1973
Vierter Nahostkrieg (Oktoberkrieg)
Resolution 338 des UNO-Sicherheitsrates
VI. Arabische Gipfelkonferenz in Algier. Anerkennung der PLO als einzige und legitim Repräsentantin des palästinensischen Volkes.
Nahostfriedenskonferenz unter der Schirmherrschaft der UNO in Genf mit Teilnahme der USA und der ehemalige Sowjetunion sowie Israel, Ägypten und Jordanien.
1974
Yasser Arafat vor der UNO-Vollversammlung
1976
Proteste in Israel gegen die Enteignung arabischen Bodens "Tag des Bodens"
1978
Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen Ägypten und Israel "Camp David"
1980
Juristische Annexion Ostjerusalems durch Israel und Ernennung Jerusalems als die ewige Hauptstadt Israels
1982
Die israelische Armee greift Libanon an. Beginn des fünften Nahostkrieges.
Israel besetzt Südlibanon und errichtet eine Sicherheitszone.
Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern "Sabra und Shatila" von Israel geplant und unterstützt (vor allem von dem damaligen Verteidigungsminister Ariel Sharon)
1987
Beginn des palästinensischen Aufstandes "Die Intifada" in Gaza-Streifen und Westbank. Trotz der israelischen Folterung und Brutalität gegen die palästinensischen Steinewerfer dauerte der Aufstand mehrere Jahre.
Der palästinensische Nationalrat (PNC) ruft auf Grundlage der UN-Resolutionen und des "Teilungsplanes" von 1947 in Tunis den Staat Palästina aus.
1988
Die USA beschließen die Aufnahme von offiziellen Gesprächen mit der PLO in Tunis.
1990
Die große Koalition in Israel zerbricht; in der Folge eine Rechts-Religiöse Koalition.
Die USA brechen den vor 18 Monaten begonnenen Dialog mit der PLO ab.
1991
Eröffnung der Madrider Nahostfriedensgespräche ohne Beteiligung der PLO, nur mit palästinensischen Vertretern aus den besetzten Gebieten sowie Jordanien, Israel, Ägypten und natürlich USA.
1992
Neue Regierung in Israel gewählt. Rabin wird neuer Ministerpräsident. Trotz des Sieges der Arbeiterpartei waren keine Fortschritte in den Nahostverhandlungen erzielt worden.
Eskalation der Lage im Nahosten, nachdem Israel über 400 Palästinenser aus den besetzten Gebieten aus dem Land ausgewiesen hat. Die ausgewiesenen Palästinenser lebten monatelang im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon.
1993
Geheimverhandlungen zwischen Israel und der PLO in Oslo (Norwegen) .
Gegenseitige Anerkennung von Israel und der PLO nach mehr als 30 Jahren Kriegszustand.
Feierliche Unterzeichnung des Gaza-Jericho-Abkommens zwischen Israel und der PLO in Washington. Hiermit erhalten die Palästinenser eine beschränkte Autonomie zuerst in Gaza und Jericho.
Massaker in Hebron: Ein jüdischer Siedler (Dr. Baruch Goldstein) tötet 35 Palästinenser beim Gebet in der Abraham-Moschee in Hebron.
1994
Unterzeichnung des sog. Abkommens "Oslo I" in Kairo, mit dem die Palästinenser von Gaza und Jericho Autonomie erhalten.
Arafats Einzug in die Gebiete der "Palästinensischen Selbstverwaltung".
1995
Unterzeichnung des zweiten israelisch-palästinensischen Autonomieabkommens (Oslo II) in Washington, das die palästinensische Selbstverwaltung auf bestimmte Teile des Westjordanland, besonders die großen Städte, bis auf Hebron, ausdehnt.
Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin wird in Tel Aviv von einem israelisch-jüdischen Fanatiker erschossen.
1996
Bei den Wahlen in Israel siegt Benjamin Netanjahu gegen den Amtsinhaber Shimon Peres und bildet anschließend eine konservativ-rechtsextreme Koalitionsregierung.
Nach der Öffnung eines Tunnels unter der heiligen Alaqsa-Moschee in Jerusalem kommt es zu blutigen Zusammenstößen zwischen der israelischen Armee und den Palästinensern. Der Friedensprozess kommt dadurch zum Stillstand.
1997
Das Hebron-Protokoll wird abgezeichnet. In Hebron werden einige Teile an Palästinenser übergeben.
Baubeginn für die von Israel geplanten Siedlungen in Abu Ghenim/Har Homa zwischen Jerusalem und Bethlehem. Neuer Schlag für den Friedensprozess.
Die Friedensverhandlungen wurden dadurch auf Eis gelegt.
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